Ein Portrait vom Direktorium der Caritas Steiermark vor der Caritaszentrale

Die Caritas im Jahr 2025 - ein Rückblick


Im Rückblick auf das Jahr 2025 sehen wir viele gelungene, aber auch herausfordernde Momente. Dabei wurde erlebbar: Zukunft entsteht nicht von selbst – sie folgt den Geschichten, die wir über sie erzählen. Wenn wir nur die Schwierigkeiten und Hürden sehen, verlieren wir die Kraft zum Gestalten. Wenn wir aber ein Bild von Menschlichkeit, Gerechtigkeit und solidarischer Stärke entwerfen, entsteht Zuversicht – und mit ihr Verantwortung. 

Der 13. Juni war sicher ein sehr schwerer Moment. An diesem Tag erfuhren über vierzig soziale Organisationen in der Steiermark, darunter wir als Caritas, dass Subventionen ab dem zweiten Halbjahr massiv gekürzt oder gestrichen werden sollten. Das brachte viele Unsicherheiten und Ängste mit sich – weckte aber auch etwas zutiefst Bewegendes: Menschen standen auf, gingen auf die Straße. Nicht für sich selbst, sondern für alle, deren Stimme zu leise ist: Für jene, die von Gewalt bedroht sind, für Kinder, für Menschen auf der Flucht, für jene, deren Existenz jeden Tag an einem seidenen Faden hängt. 

Dabei entstand ein Solidarisierungsschub, wie wir ihn selten erlebt haben. Inmitten all der Härte der politischen Realität wurde spürbar: Solidarität lebt – solange Menschen bereit sind, nicht wegzusehen. Als Caritas standen wir an der Spitze des Solidaritätszugs, weil es auch unser Auftrag ist, anwaltschaftlich zu handeln. Doch für gewöhnlich richten wir unsere ihre Kräfte darauf, durch unser Tun zu wirken und nicht durch spektakuläre Aktionen – gemäß unserem Grundauftrag: Not sehen und handeln. 

Die Absage von Fördermitteln hat uns als Organisation hart getroffen. Wir mussten Angebote einschränken und Mitarbeiter*innen verabschieden. Im Zusammenspiel der vielen freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen sind wir nun noch stärker zusammengerückt, um weiterhin für die Menschen da zu sein, die unsere Unterstützung dringend benötigen. Darauf wollen wir unsere Kraft richten.

Die Kraft zeigt sich im Tun, etwa mit der neuen Schulform BASOP als zukunftsweisender Ausbildung, oder in der Nothilfe, die besonders deutlich im Marienstüberl sichtbar wird. Die 30-Jahr-Feier dieses Kraftortes der Nächstenliebe war einer der sehr berührenden positiven Momente im vergangenen Jahr.  Dort ist täglich zu erleben, wie wichtig es ist, dass jene, die es schwer haben, Wärme und Solidarität spüren. Dafür setzen wir uns ein - in der Überzeugung, dass es uns als Gesellschaft nur gut geht, wenn möglichst viele Menschen an einem guten Leben teilhaben. 

Unsere Partner*innen und Unterstützer*innen, unsere Spender*innen und Mitarbeiter*innen machen dies gemeinsam möglich. Dafür unser aufrichtiger Dank.

Das Direktorium der Caritas Steiermark

Nora Tödtling-Musenbichler, 
Direktorin 

Petra Prattes, 
Vizedirektorin

Thomas Ferk, 
Vizedirektor

Wir danken unseren treuen Unternehmenspartnern für die Übernahme einer Themenpatenschaft im diesjährigen Wirkungsbericht:

Wir bedanken uns ebenfalls herzlich bei unseren Fördergeber*innen für die Unterstützung. Wir danken unter anderem:

Die Logos der Fördergeber*innen der Caritas Steiermark